Pattern Project

9. 8. 2006

Prof. Dr. Heinz Wässle

„Das Auge als Fenster zum Gehirn“

Direktor Neuroanatomie, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt


Wenn man die Umgebung betrachtet oder auch nur diese Zeilen liest, beginnen alle Eindrücke damit, dass Licht auf die mehr als 100 Millionen Rezeptoren der Netzhaut fällt. Es gibt zwei Arten von Rezeptoren, nämlich die Zapfen, die für das Farbensehen und das Sehen im Hellen verantwortlich sind sowie die Stäbchen, die uns das Sehen bei Dunkelheit ermöglichen. Sie wandeln das Licht in elektrische Signale um, die dann in der Netzhaut vorverarbeitet werden. Farbe, Kontrast und Bewegung werden durch spezielle Nervenzellen der Netzhaut herausgefiltert und in unterschiedliche Gebiete unseres Sehzentrums im hinteren Teil des Gehirns weitergeleitet. Die Prinzipien dieser Verarbeitung, und ihre physiologischen Grundlagen werden in dem Vortrag erklärt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Farbwahrnehmung und auf Sinnestäuschungen, die Aufschluss geben, wie Farbe durch unser Auge verarbeitet wird. Die Herstellung von symmetrischen Mustern und psychophysische Untersuchungen mit diesen Mustern werden diskutiert.

Vortrag >>>

Prof. Dr. rer. nat. Heinz Wässle – zur Person:

Geboren am 11. Oktober 1943 in Salzburg (Österreich). Studium der Physik, Promotion Univ. München (1972). PostDoc Dept. Biophysics, Kings College, London (1972), sowie Dept. of Physiology, Australian National University, Canberra (1973-1974). Wiss. Ass. Universität Konstanz (1974-1977), Habilitation in den Fächern Physiologische Psychologie und Tierphysiologie Univ. Konstanz (1978), Leiter einer selbständigen Nachwuchsgruppe am Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft, Tübingen (1977-1981), Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Hirnforschung (seit 1981), Honorarprofessor Univ. Mainz (1982).

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(siehe auch: Das Fotolabor in der Netzhaut – pdf, 2,6MB)