Pattern Project

5. 1. 2010

Noch eine Ausstellung

… man kriegt ja nix mehr mit…

Die Macht des Ornaments, Wien, Orangerie, Unteres Belveder, 21. Jänner bis 17. Mai 2009

Im Gegensatz zur nachfolgenden Ausstellung, „Taswir“, frönt die Kuratorin Sabine Vogel, hier aber leider wieder den ehernen Gesetzen der Avantgarde, deren Wichtigste sind: keine Affirmation, immer Brüche, immer Konzept und/ oder Kritik, keine direkten Emotionen.
Es gibt keine Teppiche und keine Stickereien (doch, aber wieder ist hier der Hintergrund gebrochen, eklige Motive sind auszumachen bei näherem Hinschauen).

Am Schluss versteigt sie sich dann auch noch zu einer gewagten These: unter spirituellem oder religiösem Blick gebe es keinen Kitsch. Wer diese Dinge kitschig finde, möge seinen Atheismus mal hinterfragen… (belvedere >>), das ist ja schon mal ein Ansatz zur Dekonstruktion von kunsthäretischem Denken, nur leider gibt es in der Ausstellung keine Beispiele…

Ja, es ist schwer, liebgewordenen Denkgewohnheiten – die ja nicht zuletzt der sozialen Distinguierung dienen, wie Pierre Bourdieu so trefflich ausgeführt hat – abzustreifen…

und dass „sich das Ornament seit 2000 wieder als selbständige Kunst etabliert habe“ – disqualifiziert! Was ist mit der Postmoderne? ach, auch neuere Sachen gibt es schon viel länger – wie kommt die Frau auf diese Zahl??? ok ich hab so um die 2000 damit angefangen, aber ich war bestimmt nicht die erste…