Pattern Project

20. 9. 2010

Buchara – Perle der Seidenstraße

Moschee und Muster – alt und neu

Vortrag und Workshop mit Naim Nigmatov, Architekt aus Buchara

Buchara liegt westlich von Samarkand und war einst ein Zentrum der Wissenschaft, Kultur, Religion und Mystik, welches in der gesamten islamischen Welt berühmt war. Viele Eroberer haben hier ihren Einfluss hinterlassen, Alexander der Große, Dschingis Khan, Tamerlan. ­Buchara ist eine echte Chronik, in der sich die tausendjährige Entwicklungsgeschichte der mittelasiatischen Baukunst spiegelt. Größtenteils wurden die bis heute erhaltenen Denkmäler der Stadt im Mittelalter erbaut. Mit seinen über 140 Architektur­monumenten ist Buchara eine Art „Museumsstadt“, die von der UNESCO als Weltkultur­erbe anerkannt ist.

Erleben Sie eine Stadt, in der ornamentale Tradition noch lebendig ist!


Naim Nigmatov, Architekt in Buchara, stellt neue Gebäude dem alten Buchara gegenüber. Er gibt intime Einblicke in das Bauen in einem orientalischen Land.
Schwerpunkt ist dabei die Ornamentik, die bei uns im ­Westen nahezu verloren gegangen ist, wie auch das Wissen um Techniken und Gestaltung von mitreißenden Ornamenten. Die Sehnsucht nach Mustern aber bleibt, und so erleben wir auch hier wieder eine Renaissance von ornamentalen Ober­flächengestaltungen.

 

Islamische Kunst? Moderne? Kunst oder Kitsch? Hegemonie? Eurozentrismus?

Jede Menge kunsttheoretischer Fragestellungen werden aufgeworfen. Gerade heute, wo Kulturen benutzt werden, um politische oder soziale Konfontationslinien aufzubauen und abzusichern, hilft der Blick auf die tatsächliche Produktion und die dahinter stehenden Codes, um zu erkennen, wie im Grunde doch alles gemeinsame Linien und Wurzeln hat.