Pattern Project

6. 1. 2010

Parastou Forouhar

… sie bekommt einen eigenen Eintrag

Sie zeigt in der Ausstellung „Taswir“ (siehe nächster Blogeintrag) u.a. Arbeiten aus der Serie: Rot ist mein Name, Grün ist mein Name

rotes Muster mit Störungen

– umwerfend.

Das ist pattern project…

Eine große Produktion, nie langweilig, nie sich selbst reproduzierend. Und auch sonst ist die Frau schwer beeindruckend. Eine Kämpferin für Menschenrechte ihrem Land, in ständiger Gefahr, die ihre Eltern durch politischen Mord verloren hat.

Liebe Künstler hierzulande, da werdet ihr so klein mit Hut mit eurem Wichtiggetue!


5. 1. 2010

Schnell hin! „Taswir“ noch bis 18. Januar

Die Berliner Festspiele zeigen im Martin-Gropius-Bau mit der Ausstellung „Taswir – Islamische Bildwelten und Moderne“ eine aktuelle Sicht auf Ausdrucksformen islamisch geprägter Bildwelten.

Blick in die Ausstellung mit TeppichFragen werden aufgeworfen: „Islamische Kunst“ – gibt es das? Ist das nicht nur die Sicht des Westens? Oder „Moderne Kunst“ – sie scheint der Maßstab aller Kunst zu sein, die sich „hohe“ nennen darf. Aber mit welchem Recht darf sie diese Vorherrschaft und diesen Absolutheitsanspruch eigentlich – immer noch – vertreten?

Sogar Pierre Bourdieus Kultur- und Geschmackskritik wird einbezogen…
(more…)


Noch eine Ausstellung

… man kriegt ja nix mehr mit…

Die Macht des Ornaments, Wien, Orangerie, Unteres Belveder, 21. Jänner bis 17. Mai 2009

Im Gegensatz zur nachfolgenden Ausstellung, „Taswir“, frönt die Kuratorin Sabine Vogel, hier aber leider wieder den ehernen Gesetzen der Avantgarde, deren Wichtigste sind: keine Affirmation, immer Brüche, immer Konzept und/ oder Kritik, keine direkten Emotionen.
Es gibt keine Teppiche und keine Stickereien (doch, aber wieder ist hier der Hintergrund gebrochen, eklige Motive sind auszumachen bei näherem Hinschauen). (more…)


8. 12. 2009

geht doch!

Backlash oder Klärung?

Das ist immer die Frage, wenn sog. konservative Ansichten hervorgehoben werden. Nach der ornamentalen Malerei von Tomma Abts, die 2006 den Preis bekam, gewinnt diesmal Schönheit, Gold, Deko den Turner-Preis! Nach dem Lichtschalter-Gag von letztem Jahr doch ein starker Gegensatz.

“Ich glaube, der diesjährige Turner-Preis steht für den Beginn einer ernsthafteren Phase, in der es in der Kunst nicht mehr um Geld, Glitzer, Schock und Hype geht. Es geht wieder um Interessanteres.” (Sarah Kent, über tagesschau.de)

Richard Wright: golden Ornament, Turner Preis 2009

Ich bekenne mich schon lange zu konservativer Kunst! Solange sie nicht benutzt wird, um Intoleranz und Macht zu transportieren. Dürfen wir hoffen, dass die Erkenntnis der Langweiligkeit von Videos mit flackernden Lichtern oder Kameras, die aufnehmen, während sie von Hochhäusern geworfen werden oder per Luftballon transportiert; von Menschen in „existentiellen Situationen“ oder solchen, die in sog. performances mit Eimern über dem Kopf oder nackt auf der Fußgängerzone stehen – und, welch Ergebnis, die Passanten sind schockiert –  nun langsam auch in die Kunstkongregation vorgedrungen ist? Man betrachte die anderen Wettbewerbsbeiträge. Dass diese von der Realität völlig abgehobene Kunstwelt nicht mehr zeitgemäß ist? (more…)


19. 11. 2008

Sehsucht Seidenstraße – 23. Nov 2008, MA

Sie kennen ja das usbekische Wandornament, das einen bei der Einfahrt nach Mannheim an der Kurt-Schumacher-Brücke empfängt - am Sonntag, 23. November 2008, 18 Uhr, haben Sie nun die Gelegenheit, eine Reise in die Heimat des Künstlers zu machen: Usbekistan, Kern der Seidenstraße. Eine 2-stündige Lichtbilderreise:

Buchara, Labi Havus

Diabilder aus dem vorigen Jahrhundert und digitale Eindrücke aus dem vorigen Monat
präsentiert von Alexander Bergmann und Gertrud Schrenk

Ort:
Orientalische Musikakademie Mannheim
Jungbuschstrasse 18
, Hinterhaus

Eintritt auf Spendenbasis

Kommen Sie! Freuen Sie sich mit mir an der Schönheit dieses Landes und der Menschen dort!

Linktipp: Schätze der Welt – Buchara (Film hinter dem Button „Interaktives Bilderbuch“)


7. 1. 2008

Der Ornament-Newsletter

wishbone-ornament

Bilder-Newsletter Wishbone

Adolf Loos verurteilte 1908 in „ornament und verbrechen“ das Ornament
als weiblich, triebhaft und damit primitiv.


Zitat:
“evolution der kultur ist gleichbedeutend mit dem entfernen des ornamentes aus dem gebrauchs-gegenstande.“

Kein verbrechen begehen Sie, wenn Sie den ornament- Newsletter von Gertrud Schrenk abonnieren!

…und hier geht’s zur Newsletter-Seite >>


27. 10. 2007

auch 3sat verkündet die Wiederkehr des Ornaments

kulturzeit, 24. Oktober 2007. Ein Beitrag des SF1.

Neues kam nicht, aber schon allein die Tatsache, dass das Thema genannt wird. Interviewt wurde Markus Brüderlin (Ausstellungsmacher Fondation Beyeler: Ornament und Abstraktion, 2001 – bis ich im Ausstellungskatalog das Datum gefunden habe, ganz klein steht es auf einer farbigen Seite…); er spricht vom angesammelten Wissen des Ornaments über tausende von Jahren. Gezeigt wurden auch mit Fotos rasterartig beklebte Fassaden von HerzogDeMeuron (meiner Ansicht nach nur aus der technischen Möglichkeit geboren, ohne Ausdruck) und andere Fassadenspielereien.

Natürlich der Aufhänger Adolf Loos …

Mit Video auf SF1: „Explosion der Formen - Das Ornament feiert ein Comeback in Kunst, Design und Architektur“ >>>


19. 9. 2007

Loos ist hier nur ein Durchgangsort

„Das Ornament, so erscheint es einem durchaus logisch argumentiert, umfasst das Meiste; jedenfalls aus der Sicht der Mathematiker.“

Rezension in der dbz online >> von Benedikt Kraft

„…in dieser bildlichen wie textlich/sprachlichen Darstellung unterschiedlichster Aspekte des großen Themas, erschließen sich veränderte, auch neuzentrierte Sichtweisen, die dem klassischen Diskurs neue Anhaltspunkte geben können; wie er erweiterbar und damit für seine Handhabbarkeit geschmeidiger gemacht werden könnte. Lesen, schauen, lesen, die Dokumentation verleitet dazu.“


„Ornament und Architektur“ – Berlin

hier kann man wieder den klassischen Ornament-Diskurs erleben (Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek, 28. September – 25. November 2007):

„Das Schöne am Nützlichen“

Da waren wir aber schon mal weiter – siehe Vortrag von v. Kittlitz:

„Dazu könnte man sich einen Dialog zwischen Hochkunst und Ornamentik vorstellen, in dem das Ornament auf die hochmütige Herablassung seiner großen Schwester, der „hohen Kunst,“ mit einer schlagfertigen Replik reagiert: Wenn du, die vorgeblich große Kunst, mich, das Ornament, als bloße Beigabe und Hilfserscheinung verachtest, denke daran, was du selbst bist, wie du von den Menschen, die dich wie mich gemacht haben und die dich angeblich so schätzen, geachtet wirst. Als Kunst bist du doch für das Ganze, was ich für dich bin – ein Randphänomen, ein Ornament am Leib der Gesellschaft. Du bist wie ich.“


11. 9. 2007

Patterns in Rahway, New Jersey

Beim Surfen entdeckt man immer irgendwo eine Ausstellung zum Thema.

Heute in der Rahway Arts Guild, New Jersey, US.

PATTERNS:
September 16-October 12, 2007

rahway-patt3.jpg“Since the dawn of the presence of humans on the planet, we have displayed an innate, perhaps intuitive need to adorn every surface. While Western art, particularly since the days of the Ancient Greeks was permissive of images of people and other things in the natural world, much of the art of other cultures was decorated in geometric and floral patterns, very often incredibly complex ones, based on natural forms (i.e. plant life, landscape) rendered in stylized form or remarkable geometric- based designs.”